Die beiden CSS-Dateien „reset.css“ und „text.css“ sind im Lieferumfang von GridEasy dabei, für die Funktionen aber nicht unbedingt notwendig. Warum man sie trotzdem nutzen sollte, möchte ich hier kurz erklären.
Wenn man einen Browser eine nackte HTML-Seite ohne jede Formatierung übergibt, dann wird trotzdem nicht alles gleich dargestellt. Alle Elemente haben „margins“ (Außenränder), die Überschriften werden unterschiedlich groß dargestellt, Listen haben Einrückungen etc. Dies ist nützlich, damit eine Website auch dann noch gelesen werden kann, wenn aus irgendeinem Grund die CSS-Datei nicht geladen wurde oder der Browser kein CSS versteht.
Leider sind diese Formatierungen bei jedem Webbrowser ein wenig anders. Wenn man also eine Website gestalten will, dann muss man für jedes Element die Werte selber explizit festlegen, damit das Ergebnis in allen Browsern gleich aussieht. Ich weis, dass manche Radikal-Standardistas glauben, dies wäre nicht nötig, weil das Internet nun mal nicht aus Papier ist und deshalb eine Website nicht auf jedem Bildschirm und in jedem Browser gleich aussehen müsse. Aber erklärt das mal meinen Kunden, die ein Vermögen für ein Layout an einen Designer gezahlt haben. Und dann sieht das Ergebnis in jedem Browser und bei jedem Betriebssystem ein wenig anders aus. Das verstehen Kunden nicht.
Aus diesem Grunde nutze ich die beiden Dateien mit dem Reset und den grundlegenden Text-Formatierungen eigentlich immer, weil ich hier einen definierten Ausgangszustand erhalte, der in allen Browsern gleich aussieht. Und alles, was ich zusätzlich an Formatierungen haben möchte, muss ich explizit hinzufügen. Da weis man, was man hat.
Lothar „BlogPimp“ Baier ist ein gefragter WordPress-Profi, Web-Frontend-Entwickler und Web-Standardista. Er hat GridEasy verbrochen.
Reset und Typografie