Ich bin von Natur aus eher faul. Und wenn es eine Sache gibt, was ich wirklich hasse, dann ist es, etwas immer wieder zu tun. Und als Web-Entwickler gibt es viele Dinge, die man immer wieder tun muss, bei jeder Website aufs Neue. Da liegt es natürlich nahe, etwas zu erfinden, das mich vor möglichen endlosen Wiederholungen bewahrt.
Eines der Dinge, die man als Webdesigner immer wieder machen muss, ist das Anlegen der grundlegenden Einträge in der CSS-Datei. Vieles dort sieht bei jeder Website gleich aus. Ein anderes ist das jeweilige Testen und Feintunen, damit die Website in allen Browsern funktioniert. In letzter Zeit sind eine Reihe von CSS-Frameworks erschienen, die genau hier Abhilfe schaffen sollen. Sie bringen alles das, was man immer wieder schreibt, als Datei mit, die man nur noch in sein neues Projekt einbinden muss, um sich den Schreibkram vom Hals zu halten.
Ich habe viele dieser Frameworks ausprobiert, z. Bsp. Yahoo! Grids, BluePrint, 960gs, YAML, logicss, Elements und andere. Aber nichts gefunden, was mir auf Dauer die Arbeit wirklich erleichtert hätte. Entweder die Frameworks waren zu komplex, dass man viel Zeit in die Einarbeitung investieren muss, um hinterher wenig Zeit zu sparen. Oder sie waren zu starr, um im Alltag wirklich viele Situationen abzudecken. Mit am Besten gefiel mir noch 960gs, da es sowohl klein als auch einfach ist. Aber es scheiterte schon beim ersten Projekt allein daran, dass ich dafür fünf gleich breite Spalten brauchte, was mit 960gs nicht geht.
Also habe ich mir mein eigenes Framework geschaffen. Ich habe den sehr guten Ansatz von 960gs genommen und so erweitert, das beinahe jedes Layout-Konzept damit umgesetzt werden kann. Das Framework besteht aus einer Reihe von CSS-Dateien, die jede für eine bestimmte Spaltenzahl steht. So ist z.Bsp. die Datei „grid-05.css“ für ein 5-Spalten-Layout zuständig, die Datei „grid.css“ enthält die Basisfunktionen für alle Raster. Zusätzlich habe ich noch zwei weitere CSS-Datein hinzugefügt. Die erste ist „reset.css“ und entspricht einer geringfügig modifizierten Version von Eric Meyers berühmten Reset-Script. Die zweite ist „text-css“ und fügt der Website einige grundlegende typografische Vorgaben hinzu. Der Einsatz dieser beiden Dateien ist aber optional, für das Funktionieren des Frameworks sind sie nicht erforderlich.
Lothar „BlogPimp“ Baier ist ein gefragter WordPress-Profi, Web-Frontend-Entwickler und Web-Standardista. Er hat GridEasy verbrochen.
Die Idee hinter GridEasy